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Lahnhöhenweg

“Mitten in Deutschland erschließt der Lauf der Lahn eine Wanderlandschaft, wie sie vielfältiger und schöner nicht sein könnte. Links und rechts des Flusses gruppieren sich zahlreiche kleinere und größere Gebirgszüge von unterschiedlichstem Charakter, jeder für sich ein kleines Wanderparadies. Erwähnt seien hier nur das Rothaargebirge mit seinen langgestreckten Bergkämmen, die bewaldeten Höhen des Lützelgebirges und die märchenhaften Täler des Burgwaldes unmittelbar nördlich der Lahn, die vom kühnen Lahnbogen umschlossene Parklandschaft des Lahn-Dill-Berglandes, darin der kaum begangene Krofdorfer Forst, die rauhe Basalthochfläche des Westerwaldes mit seinen weiten Aussichten sowie die liebliche Hügellandschaft des Nordtaunus, die sich gegen den Westerwald durch die tief eingebrochenen Windungen der unteren Lahn abgrenzt...” ...soweit Günter Herbel in seinem Geleitwort zur vierbändigen Broschüre über den Lahnhöhenweg, die im Burgwald-Verlag, In der Aue 2, 35091 Cölbe-Schönstadt, Tel.: 06427-8005, erschienen ist (Band 1 siehe Bild rechts, Jeder Band kostet z. Z. 4,60 €). Wir hätten den Lahnhöhenweg nicht treffender beschreiben können...

Der Lahnhöhenweg beginnt am Lahnhof / Lahnquelle nahe Feudingen in Nordrhein-Westfalen und folgt dem Verlauf der Lahn durch Hessen zunächst bis Wetzlar. In Wetzlar teilt er sich in eine westerwaldseitige und eine taunusseitige Streckenführung. Wir haben in der Zeit von 1996 bis 1998 den Lahnhöhenweg über insgesamt 294,8 Kilometer auf der taunusseitigen Strecke, die wegen des traumhaft schönen Jammertals, des Mühlbachtals und des Schweizertals als die empfehlenswertere Variante gilt, komplett bis nach Niederlahnstein / Rheinland-Pfalz, wo die Lahn in den Rhein mündet, erwandert. Da der Lahnhöhenweg u. E. (noch) nicht die Aufmerksamkeit erreicht hat, die er verdient, möchten wir Ihnen dieses “Juwel” in unserer unmittelbaren Nachbarschaft gerne etwas näher bringen.

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Die obige Karte zeigt den kompletten Verlauf des Lahnhöhenweges über 294,8 km, wenn man - wie wir es getan haben - ab Wetzlar die taunusseitige Variante wählt. Die westerwaldseitige Streckenführung ist auf der Karte nicht eingezeichnet. Sie folgt aber noch unmittelbarer dem Verlauf der Lahn ohne größere “Exkurse” ins Landesinnere und verlängert den Lahnhöhenweg ab Wetzlar nur um insgesamt 3 km. Interessant ist auch, dass die direkte Verbindung zwischen Lahnquelle und Lahnmündung (Luftlinie) nur ca. 80 km beträgt, der Fluss sich aber durch seine vielen Windungen und den “Ausflug” nach Marburg genau das Dreifache, nämlich 240 km, genehmigt. Zwischen Lahnquelle und Lahnmündung liegen insgesamt 544 Meter Gefälle.

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Der Lahnhöhenweg ist von der Lahnquelle bis Wetzlar und auf der Westerwaldseite mit einem weißen “L” auf schwarzem Grund markiert. Für die taunusseitige Variante, die wir empfehlen, müssen Sie ab Wetzlar dem schwarzen “L” auf weißem Grund folgen.

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Eigene Erfahrungen auf dem Lahnhöhenweg, den wir in den Jahren 1997 und 1998 komplett erwandert haben:
Streng genommen hat der Lahnhöhenweg die Bezeichnung “Höhenweg” gar nicht verdient, weil man fast auf allen Etappen einige Hundert Höhenmeter überwinden muss. Das liegt aber zum einen daran, dass es am Verlauf der Lahn kein zusammenhängendes Gebirge gibt und immer wieder Quertäler zu überwinden sind, zum anderen aber auch daran, dass man den Endpunkt jeder Etappe in einen Ort legen muss, der in aller Regel “unten” an der Lahn liegt. Trotzdem bietet der Lahnhöhenweg, vor allem an seinem unteren Verlauf, sehr reizvolle Eindrücke, die man dem interessierten Wanderer nur wärmstens empfehlen kann.

Ein Manko ist allerdings, dass der Lahnhöhenweg touristisch (noch) nicht voll erschlossen ist und daher wohl auch nicht so häufig begangen wird, obwohl er dies absolut verdienen würde. Wir waren meistens an Sonntagen unterwegs und standen dann häufig an den anvisierten Zielorten vor verschlossenen Gaststätten. Das sollte und darf nicht sein! Wenn man nach z. T. mehr als 20 km abgespannt im Zielort einläuft, muss die Möglichkeit bestehen, wenigstens eine Gaststätte aufzusuchen und dort auch ein Taxi für den Rücktransport zu rufen. In dieser Hinsicht gibt es für die Tourismusverbände entlang der Lahn sicher noch einiges zu tun, wenn man den “sanften Tourismus” an der Lahn “verkaufen” will.

Hinzu kommt, dass am oberen Teil der Lahn die ÖPNV-Anbindung relativ schlecht ist. Wir empfehlen daher von der Lahnquelle bis nach Wetzlar ausschließlich Rucksacktouren mit anschließendem Taxirücktransport (Telefonnummer eines Taxibetriebes in Zielnähe vorher im Handy abspeichern!). Keinerlei Probleme gibt es aber an der unteren Lahn von Wetzlar bis nach Niederlahnstein, wo man sehr bequem und günstig mit der Bahn (dem Lahntalexpress) zum jeweiligen Ausgangspunkt zurück fahren kann.

So, nun aber zu unserer Fotoserie über den gesamten Verlauf des Lahnhöhenweges von der Lahnquelle nach Wetzlar und von dort auf der Taunusseite nach Niederlahnstein. Sollten Sie dabei auch Lust auf den “L” bekommen, dann nix wie los!!!

Hotel Glashütte nahe der Lahnquelle

Hotel Glashütte nahe der Lahnquelle

Die "Wallachei"

Die "Wallachei"

Im Winter zwischen Feudigen und Breidenbach

Im Winter zwischen Feudigen und Breidenbach

Oberhalb des Perfstausees

Oberhalb des Perfstausees

Rimberg bei Caldern

Rimberg bei Caldern

Marburg, Schloß

Marburg, Schloß

Rast an der Schmelzmühle

Rast an der Schmelzmühle

Bei Wetzlar

Bei Wetzlar

In Braunfels

In Braunfels

Zwischen Hirschhausen und Weilburg

Zwischen Hirschhausen und Weilburg

Schiffstunnel Weilburg

Schiffstunnel Weilburg

Zwischen Aumenau und Runkel

Zwischen Aumenau und Runkel

Limburg

Limburg

Regen in Diez

Regen in Diez

Schöner Blick

Schöner Blick

Steiler Aufstieg

Steiler Aufstieg

Im sehenswerten Jammertal

Im sehenswerten Jammertal

Jammertal, Wildromantik pur!

Jammertal, Wildromantik pur!

Durchs Mühlbachtal nach Nassau

Durchs Mühlbachtal nach Nassau

Auf freier Strecke bei Misselberg

Auf freier Strecke bei Misselberg

Mit Getrommel nach Niederlahnstein

Mit Getrommel nach Niederlahnstein

Wirtshaus an der Lahn

Wirtshaus an der Lahn

Am Ziel an der Lahnmündung

Am Ziel an der Lahnmündung

Unser Tipp für eine fantastische “Schnuppertour” auf dem Lahnhöhenweg:
Fahren Sie mit dem PKW nach Obernhof an den Bahnhof. Von dort orientieren Sie sich zunächst in südöstlicher Richtung bis zum Kloster Arnstein. Ab dem Kloster folgen Sie der “L”-Markierung durch das sagenhaft schöne Jammertal zunächst bis nach Singhofen. In Singhofen Gelegenheit zur Rast bzw. zum Mittagessen. Ab Singhofen folgen Sie weiterhin dem “L” in das schöne Mühlbachtal. Nach insgesamt ca. 18 km erreichen Sie Nassau, von dessen Bahnhof Sie bequem mit dem “Lahntalexpress” nach Obernhof zu Ihrem Auto zurückfahren können. Diese Tour ist sicher eine der schönsten, wenn nicht sogar die schönste Tour auf dem gesamten Lahnhöhenweg! Wir wissen, wovon wir reden ...

Falls Sie den gesamten Lahnhöhenweg erwandern möchten, empfehlen wir ab der Lahnquelle bis Wetzlar und von Wetzlar auf der Taunusseite bis Niederlahnstein folgende Einteilung in 15 Etappen:

  • Lahnhof - Lahnquelle - Feudingerhütte - Bad Laasphe, 27,6 km (falls zu lang, auch in Feudingerhütte teilbar)
  • Bad Laasphe - Breidenstein - Biedenkopf, 16 km
  • Biedenkopf - Dautphetal - Rimberg - Michelbach, 27,4 km (falls zu lang, auch in Dautphetal-Allendorf teilbar)
  • Michelbach -Wehrda - Marburg/Friedhof Ockershausen, 11 km
  • Marburg-Ockershausen - Oberweimar - Oberwalgern -Schmelzmühle - Salzböden, 23,7 km
  • Salzböden - Wißmar - Launsbach - Gleiburg - Vetzberg - Rodheim/Bieber, 19,2 km
  • Rodheim/Bieber - Metzebach - Simberg - Wetzlar/Dillbrücke, 17 km
  • Wetzlar/Dillbrücke - Braunfels - Hirschhausen, 23,8 km
  • Hirschhausen - Weilburg - Elkershausen/Bahnhof, 18,4 km
  • Elkershausen/Bahnhof - Villmar - Runkel - Eschhofen - Limburg, 24,7 km (falls zu lang, auch in Runkel teilbar)
  • Limburg - Diez - Fachingen - Balduinstein - Schaumburg - Steinsberg, 20,0 km
  • Steinsberg - Laurenburg - Kloster Arnstein, 13,5 km
  • Kloster Arnstein - Jammertel - Singhofen - Mühlbachtal - Nassau/Kettenbrücke, 17,5 km
  • Nassau - Hof Mauch - Bad Ems, 13,3 km (Achtung: “L” führt nicht durch Bad Ems! Vorher abzweigen!)
  • Bad Ems/West - Nievern - Miellen - Frücht - Niederlahnstein, 21,3 km   

Aktuelles Update / Ergänzung zur letzten Lahnhöhenweg-Etappe ab Bad Ems/West:
Nachstehende Info erreichte uns am 25.09.2005 per eMail:

“Der Eingang zum "Lahnhöhenweg links der Lahn" in Lahnstein unterhalb der Burg Lahneck ist seit dem 1. September 2005 wieder für Spaziergänger und Wanderer geöffnet. Der mit einem schwarzen "L" als Lahnhöhenweg gut gekennzeichnete Weg hat nun wieder seinen Ausgangspunkt in Oberlahnstein am städtischen Parkplatz "Ahlerweg" im Lahntal. Von hier erreicht der Wanderer mühelos die Lahnhöhe an der Burg Lahneck. Der Weg kreuzt am Kurzentrum Lahnstein den neuen Rheinsteig, um über Nievern, Frücht und Bad Ems flußaufwärts weiterzuführen. Als Miteigentümer der Burg Lahneck wäre ich Ihnen dankbar, wenn die Wiedereröffnung dieses Teils des Lahnhöhenweges, der aus Sicherheitsgründen in diesem Frühjahr kurzfristig hatte geschlossen werden müssen, in Ihren Veröffentlichungen bekannt machen würden.”

Mit freundlichen Grüßen
Diethardt von Preuschen
Burg Lahneck

Der Bitte nach einer Veröffentlichung auf unserer Website sind wir natürlich gerne nachgekommen!
Wanderfreunde Leidenhofen 1996 e.V.

Falls Sie die “TOP 50 - CD-ROM” des Hessischen Landesvermessungsamtes haben, können Sie eine von uns erstellte Overlay-Datei mit dem ungefähren Verlauf des Lahnhöhenwegs (für die 1 : 50.000er Karte) auf unserer Download-Seite herunterladen. Im Zweifel folgen Sie aber bitte eher der “L”-Markierung vor Ort, als unserem Overlay! Das eigene Overlay für die Hessenkarte reicht im übrigen nur von der Lahnquelle bis Frücht (Rheinland-Pfalz). Die letzten Kilometer bis Niederlahnstein fehlen, weil diese auf der Hessen-TOP-50 nicht mehr enthalten sind!

Wir empfehlen Ihnen ebenfalls die offiziellen Overlays, auch vom Lahnhöhenweg, der “Hessischen Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation (HVBG)”, die Sie ebenfalls auf unserer Download-Seite herunterladen können..

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