Logo-kl
Header1
Rheinsteig
cool
Logo
rheinsteig_logo

Mit dem Rheinsteig buhlt seit Mitte 2005 ein weiterer zertifizierter “Premium-Wanderweg” um die Gunst des interessierten Wanderers. Schon allein die Lage des Wegs auf der sonnigen rechten Rheinseite und seine Gesamtlänge über 320 abwechslungsreiche und geschichtsträchtige Kilometer zwischen Wiesbaden-Biebrich und der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn weckte in uns den Wunsch, diesen Wanderweg haut- und fußnah zu erleben. Die dabei in der Summe zu überwindenden Aufstiege über 10180 Höhenmeter konnten uns nicht davon abhalten, unsere 1. Rheinsteig-Etappe am 22.04.2007 am Biebricher Schloß zu beginnen. Bis Ende 2011 wollen wir - jeweils in sporadischen Tagestouren - in Bonn sein. Über unsere Erfahrungen und Etappeneinteilung wollen wir hier berichten und Ihnen natürlich unsere schönsten Fotos vom Rheinsteig präsentieren. Für alle weiteren Infos verweisen wir auf die (übrigens sehr gute und informative) spezielle Internetseite des Rheinsteigs unter www.rheinsteig.de    

wf

Für unsere Tourenplanung auf dem Rheinsteig verwenden wir - neben der offiziellen Homepage zum Rheinsteig - den nebenstehenden Wanderführer “Abenteuer Rheinsteig”, der im September 2005 im Floh-Verlag / Görres Verlag Koblenz erschienen ist und auf insgesamt 224 Seiten alles Wissenswerte zum Rheinsteig enthält.

Auf die zum Rheinsteig erhältliche Faltkarte im Maßstab 1 : 50.000 der Landesvermessungsämter Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen (der Rheinsteig führt durch alle 3 Bundesländer) haben wir verzichtet, da wir uns vor jeder Tour lieber mit den TOP 50 - CDs (Topographische Karten) und dem Overlay zum Rheinsteig (Downloadlink hier) die jeweiligen Etappen in großer Auflösung am PC ausdrucken. Das ist wesentlich einfacher, als die z. T. mühsame Faltarbeit mit den fertigen Karten. Nach der 10. Regentour sind die Karten ohnehin kaum noch brauchbar.

Der Rheinsteig ist durchgängig mit dem ganz oben links gezeigten stilisierten R markiert, wobei die blaue Markierung dem Hauptweg entspricht und die gelbe Markierung die Zuwegung kennzeichnet. Nach unseren bisherigen Erfahrungen ist der Rheinsteig bis auf wenige Ausnahmen, die meist durch sinnlosen Vandalismus verursacht werden, sehr gut markiert. Über aktuell bestehende Umleitungen des Weges wird auf der Rheinsteig-Homepage informiert. Ein Klick dorthin kann daher vor jeder Tour nicht schaden. Wer wie wir über ein GPS-Gerät verfügt, kann sich die Wegpunkte bzw. Tracks der geplanten Etappe dort auch vorher auf sein GPS laden. Wer sich dann noch verläuft, dem ist sowieso nicht mehr zu helfen...

Und so sind wir die 320 km des Rheinsteigs bisher in Tagesetappen angegangen:

1. Etappe, 22.04.2007:

Wiesbaden-Biebrich - Schlangenbad, ca. 16 Kilometer:
Die Tour beginnt direkt am Rheinufer vor dem Biebricher Schloss. Kostenlose Parkplätze sind an einer Seitenstraße direkt an der Schlossmauer verfügbar. Zunächst der Flussrichtung des Rheins folgend führt der Weg über eine Brücke über den Hafen nach Schierstein hinein. Im Zickzack um einige Schrebergärten herum führt der Weg hinauf Richtung Frauenstein. An einem schönen Rastplatz besteht die Möglichkeit, sich aus dem Rucksack zu versorgen. Doch genau an diesem Rastplatz haben wir wohl nicht aufgepasst und landeten ohne Markierung mitten in Frauenstein. Den sehenswerten Goethestein und einen Aussichtspunkt haben wir dabei leider verpasst. In Frauenstein bestehen Einkehrmöglichkeiten, die wir aber aufgrund der vorherigen Rast nicht nutzten. Eine freundliche Joggerin wies uns schließlich wieder (immer noch ohne “R”-Markierung) auf den Rheinsteig zurück, der hier auf einem steilen Pfad bis zu einer Straße ansteigt. Über die Straße führt der R nun aussichtsreich in Richtung der Siedlung Georgenborn und vorbei an der Marxhütte nach Schlangenbad hinein. Im Zentrum befinden sich mehrere Cafés, wo man einkehren kann. Hier endete auch unsere erste Schnuppertour auf Rheinsteig über insgesamt 16 km, die noch ziemlich unspektakulär war.

rs-ontop1

2. Etappe, 03.06.2007:

Schlangenbad - Kloster Eberbach, ca. 15 Kilometer:
Unseren Kleinbus stellten wir auf dem kostenlosen Parkplatz hinter dem Kurhaus von Schlangenbad ab. Von hier aus ist der Zubringer zum Rheinsteig schon gelb markiert. Direkt vor dem sehensweren Kurhaus trifft mann dann auf die blaue Markierung des Hauptwegs, der in südwestlicher Richtung in den Wald ansteigt. Auf schönen Waldpfaden wandert man fast direkt gegenüber zum Herweg langsam absteigend in Richtung Rhein. Achtung: Der Rheinsteig folgt hier nicht dem schwarzen “R” des Rheinhöhenwegs!  Besonders schön zu wandern ist der Weg nahe Rauenthal in Richtung Waldgaststätte Rausch. Auf der “Rausch” wartete eine schöne Überraschung auf uns: Dort gab es doch tatsächlich dunkles Andechser Klosterbier vom Fass! Wer hätte das mitten im Rheingau erwartet? Ein Genuß, dieses süffige Bier! Nach zwei “Halben” und bei mittlerweile gut 26 Grad quälten wir uns - allerdings mit toller Aussicht auf den Rhein, Eltville und Kiedrich - wieder hinauf in den Wald und am “Weinberg der Ehe” vorbei zur Ruine Scharfenstein mit gut erhaltenem Wehrturm, der aber nicht begehbar ist. Auf steilem Pfad ging es von dort hinab nach Kiedrich, einem urigen Weinort. In der Straußwirtschaft “Prinz” kehrten wir ein und genossen diverse Riesling-Weine sowie eine kleine Vesper. Die letzten 4 Kilometer bis zum Kloster Eberbach ging es dann noch einmal stetig bergauf, bis wir die Tour in der Klosterschänke abschlossen. Eine superschöne, aber bei dieser Hitze doch etwas anstrengende Tour. Im sehr gut erhaltenen Kloster Eberbach wurden übrigens Teile des Films “Der Name der Rose” gedreht.   

3. Etappe, 28.10.2007:

Kloster Eberbach - Johannisberg, ca. 12 Kilometer:
Diese Etappe begannen wir am Westparkplatz (nur für Busse) des Klosters Eberbach. Von dort geht es gleich ziemlich steil auf einem Waldpfad, weiter oben auf einem Schotterweg stetig leicht ansteigend zum Unkenbaum hinauf. Dort angekommen biegt der Rheinsteig scharf nach links ab. Hier fehlen mindestens 2 blaue “R”-Markierungen für den Hauptweg! Da wir aber eine Karte dabei hatten, folgten wir zunächst dem gelben “R” (Zuwegung) und erreichten nach rd. 300 Metern an einer Linksabbiegung in einen Feldweg wieder das blaue “R”. Über eine Teerstraße hinweg führt der Weg an einer Pferdekoppel (mit Ruhebänken) vorbei zum Waldrand. Oberhalb von Hallgarten befindet sich eine alte überdachte Hütte, die sich hervorragend zur Rast eignet und auch noch einen tollen Blick bietet. In vielen Windungen führt der Rheinsteig weiter durch die Weinberge und schließlich um die Kühnsmühle herum. An der Kühnsmühle steht draußen ein Kühlschrank und eine Geldkassette, wo man sich für 2,00 € z. B. eine Flasche Bier herausnehmen kann. Toller Service, vielen Dank! Von der Kühnsmühle aus erreicht man bald das Schloss Vollrads, wo man unbedingt einkehren und den hauseigenen Riesling und einen frischen Flammkuchen genießen sollte. Kurz vor Johannisberg zweigt der Rheinsteig nach rechts ansteigend ab. Wir gingen jedoch geradeaus weiter und erreichten über die Hauptstraße, vorbei an der Einfahrt zum Schloß, das Zentrum von Johannisberg. Zum Abschluß kehrten wir in der empfehlenswerten Gaststätte “Zum Landhaus” ein. Insgesamt war dies eine relativ leichte Tour mit vielen sehr schönen Ausblicken auf den Rhein und Oestrich-Winkel. Als Rheinsteig-Schnuppertour können wir diese Etappe wärmstens weiterempfehlen. Die Markierung war, von dem kurzen Stück am Unkenbaum abgesehen, vorbildlich. Da bei unserer Digitalcamera der Akku defekt war, können wir Ihnen von dieser Tour leider keine Fotos anbieten, sorry!       

rs-ontop2

4. Etappe, 25.11.2007:

Johannisberg - Rüdesheim, ca. 16 Kilometer:
Um uns den stetigen Anstieg nordöstlich von Johannisberg zu ersparen, begannen wir diese Etappe oberhalb von Johannisberg dort, wo der Rheinsteig die L 3272 kreuzt. Auf schönem Waldpfad gelangt man dort recht bald zum Kloster Marienthal, wo man einen steilen Abhang hinabsteigen muss. Bei feuchtem Boden sind dort Wanderstöcke dringend zu empfehlen. Am Kloster vorbei steigt der Rheinsteig wieder an und zweigt nach rechts auf einen schmalen Pfad ab. Dieser Pfad war jedoch am 25.11.2007 wegen Unpassierbarkeit mit Trassierband abgesperrt. Wir mussten daher die Straße weitergehen und in Marienthal die nächstfolgende nach rechts abbiegende Straße nehmen, um an deren Ende wieder auf den Rheinsteig zu gelangen, der jetzt über eine Straße hinweg und vorbei an einem Grillplatz mit Schutzhütte auf einem schönen Waldweg in Richtung Geisenheim / Rüdesheim führt. Mitten durch die Weinberge geht es dann im Zickzack hinauf zur imposanten Abtei St. Hildegard. An der Abteimauer findet sich dann mit einer gelben Jakobsmuschel auf blauem Grund auch ein Hinweis auf den “Camino de Santiago”, den Jakobsweg, der seit dem Bestseller von Hape Kerkeling “Ich bin dann mal weg...” in aller Munde ist. In der Abtei St. Hildegard befindet sich daher auch eine Pilgerherberge. Von dort geht es mit stets toller Aussicht auf den Rhein durch die Weinberge oberhalb von Rüdesheim bis zum Niederwalddenkmal mit der Germania. Der Kiosk dort oben war allerdings zu dieser Jahreszeit nicht geöffnet. Einkehrmöglichkeit bestand jedoch im etwas unterhalb des Völkerschlachtdenkmals gelegenen Lokal “Zum Rebenhaus”. Wir zogen es allerdings vor, auf dem gelben “R” nach Rüdesheim hinabzusteigen und die berühmte “Drosselgasse” zu besuchen, die selbst am Totensonntag von Japanern überfüllt war. Zum Abschluß kehrten wir dort “Bei Hannelore” ein. Sehr empfehlenswertes Lokal mit überaus netten Damen im Service und Live-Musik schon am Nachmittag!        

5. Etappe, 04.05.2008:

Rüdesheim - Lorch (Schiffsanleger), ca. 21 Kilometer:
Wir parkten am Parkplatz 4 (gebührenpflichtig) in Rüdesheim und gingen von dort zunächst etwa 500 Meter zur Talstation der Seilbahn. Für satte 4,50 € (Erwachsene, nur Bergfahrt) fuhren wir mit der 2er-Kabinenbahn aussichtsreich zum Niederwalddenkmal hinauf. Den auf www.rheinsteig.de angegebenen speziellen Rheinsteig-Stempel gab es jedoch nach Auskunft im dortigen Kiosk leider nicht. Aber mit einem dort vorhandenen älteren Denkmal-Stempel in unserem Wanderbuch waren wir natürlich auch mehr als zufrieden. Nun ging es auf schönem Waldweg hinein in den Niederwald zum Aussichtsturm Rössel und weiter zur Zauberhöhle, die mit Taschenlampe (Feuerzeug) und eingezogenem Kopf durchaus begangen werden kann
. Von dort erreicht man schnell das Jagdschloß, dessen ausgehängte Restaurant-Preisliste uns aber abschreckte (1 Portion Spargel für 18,00 €? Nein, danke!). An einem Tiergehege mit Damwild vorbei ging es weiter zur Bergstation des Sesselliftes und dann ganz hinunter nach Assmannshausen. Vorher rasteten wir aber noch in einer Schutzhütte mit schönem Blick auf den gegenüber liegenen Höllenberg, der uns kurze Zeit später noch einen stetigen, aber dafür sehr aussichtsreichen Anstieg bescherte und so seinem Namen alle Ehre machte. Erst kurz vor einem Pavillon, von dem aus man schon das Tagesziel Lorch erkennen konnte, wurde es dann wieder etwas flacher. Am Ende des fahrbaren Weges nahm uns ein nur fußbreiter, fast alpiner Pfad auf (bei Regen wegen Rutschgefahr sicher kaum begehbar!), der uns noch etwas weiter nach oben führte. Vorbei am herrlichen 3-Burgen-Blick näherten wir uns immer weiter dem Städtchen Lorch und verließen hier den Rheinsteig, um auf dem direkten Weg (dachten wir!) hinunter nach Lorch zu gehen und uns den Wispertal-Schlenker des Rheinsteigs zu schenken. Dies war allerdings - im Nachhinein betrachtet - keine besonders kluge Entscheidung, da sich dieser Weg bis über die Wispermündung und weiter zum Schiffsanleger doch noch barbarisch zog. In der gut besuchten (aber mit etwas indisponierten Bedienungen besetzten) Gaststätte am Schiffsanleger in Lorch beendeten wir diese anstrengende, aber sehr aussichtsreiche Etappe. Zur passenden Zeit kann man von hier durchaus auch mit dem Linienschiff nach Rüdesheim zurückfahren. Infos hier: www.k-d.com.      

rs-ontop3

6. Etappe, 22.05.2008:

Lorch - Kaub, ca. 14 Kilometer:
Vom Parkplatz an der Wisper-Mündung aus starteten wir diese Etappe in Richtung Kaub. Über einen Hohlweg, der später auf einer Brücke überschritten wird und einen schönen Blick auf Lorch freigibt, ging es zunächst steil bergauf. Der alpine Pfad zur Ruine Nollig ist nur bei Trockenheit begehbar (Warntafel beachten!). Ab der Nollig folgt Genusswandern pur mit herrlicher Aussicht auf das Rheintal. Im Niedertal wird an einem Rastplatz die Landesgrenze zwischen Hessen und Rheinland-Pfalz überschritten. An einer Infotafel befindet sich dort auch ein Wanderbuch, in das man sich (mehr oder weniger geistreich) verewigen kann. Danach folgt noch einmal ein steiler Anstieg auf einem Pfad, der nach etlichen Höhenmetern aber dann endlich nach links abzweigt. In einer Waldschneise eröffnet sich erstmals ein toller Blick auf den Pfalzgrafenstein und Kaub. An einer Wegkreuzung kann man sich entweder für den direkten Weg nach Kaub (1,9 km) oder den eigentlichen Rheinsteigverlauf über das Volkenbachtal (4,0 km) entscheiden. Wir sind den längeren Weg gegangen und haben es nicht bereut. Unmittelbar vor der Burg Gutenfels (z. Z. Baustelle) geht es dann steil hinab nach Kaub, wo sich gleich mehrere Einkehrmöglichkeiten befinden. Die Rückfahrt nach Kaub kann entweder mit dem Zug oder dem Schiff erfolgen. Wir entschieden uns aus Zeitgründen allerdings für ein Taxi. Diese Etappe war das bisherige Highlight am Rheinsteig, aber es kommen ja noch 12 weitere Touren... ;-)))  

7. Etappe, 03.10.2008:

Kaub - St. Goarshausen, ca. 21 Kilometer (mit Abkürzung über den Loreley-Treppenweg):
Am Tag der deutschen Einheit hatten wir uns die als “Königsetappe” des Rheinsteigs geltende Strecke von Kaub bis St. Goarshausen vorgenommen. Von einem kostenlosen Parkplatz direkt am Rheinufer aus ging es bei traumhaftem Herbstwetter unter der Bahnstrecke hindurch in ein schmales Gässchen und dann über viele Treppen hinauf durch die Weinberge in Richtung Dörscheid. Auf einem schmalen Pfad mit herrlichem Blick auf den Rhein erreicht man nach ca. 4 km fast stets ansteigend den Ort Dörscheid. Genusswandern pur! Noch vor dem ersten Haus (Gaststätte) zweigt der Weg nach links ab. Nachdem Dörscheid passiert ist, geht es wieder zum Rhein zurück und dort auf einen alpinen, mit dicken Drahtseilen gesicherten Felssteig, der gleichzeitig einen grandiosen Blick auf das linksrheinische Oberwesel bietet. Auf diesem Pfad sollte man aber schon genau hinsehen, wo man hintritt. Hier macht der Rhein”steig” seinem Namen alle Ehre! Nun geht es in einem weiten Bogen in das Urbachtal hinunter und auf der anderen Seite gleich wieder steil hinauf. Hier ist gute Kondition gefordert! An einem Aussichtspunkt lässt sich dann deutlich erkennen, dass man für nur rd. 300 Meter Luftlinie eine anstrengende Laufstrecke von gut 4 km zurück gelegt hat. Auf dem weiteren Weg lässt sich dann bald der Loreleyfelsen erkennen. Doch der Rheinsteig macht bis dahin noch einige Schleifen. In Leiselfeld befindet sich direkt an der Strecke eine empfehlenswerte Einkehrmöglichkeit (zwar nur Flaschenbier, aber ein guter Tresterbrand). Über Felsenkanzel und Spitznack erreicht man dann die Loreley. Hier ist besonders der etwas abseits liegende Biergarten zu empfehlen, der einen unbeschreiblich schönen Blick auf den Rhein, die Burg Katz und St. Goarshausen bietet. Außerdem gibt es hier eine gute Bockwurst zum vernünftigen Preis. Da wir dort etwas länger gesessen hatten und Regenwolken aufzogen, entschieden wir uns, für den direkten Weg nach St. Goarshausen über die 410 Stufen des Loreley-Treppenweges hinab. Nach rd. 21 km endete diese Tour, die sicher zu unseren schönsten Wandertouren aller Zeiten zählt, in einem Café in St. Goarshausen.

rs40

8. Etappe, 10.04.2009:

St. Goarshausen - Kestert, ca. 15 Kilometer:
Die Tour begannen wir in der Nähe des Bahnhofs in St. Goarshausen. Zunächst in nördliche Richtung ging es direkt am Friedhof links eine Treppe und anschließend einen ziemlich steilen und anstrengenden Weg hinauf. Dabei bieten sich schöne Rückblicke auf St. Goarshausen und den Rhein. Ganz oben bietet sich an der stabil gebauten Nocherner Hütte auch bei schlechtem Wetter eine hervorragende Rastmöglichkeit. Mit tollen Ausblicken auf den Rhein geht es weiter in Richtung Burg Maus, wo über einen schmalen Pfad in Serpentinen bis ins Tal nach Willmich abgestiegen werden muss. In Willmich haben wir den kleinen Umweg zum Gasthaus Germania gerne in Kauf genommen. Sehr empfehlenswert. Von Willmich aus folgt erneut ein langer Anstieg in weitläufigen Serpentinen bis auf 285 m hinauf, der einige Kondition erfordert. Danach steigt der Rheinsteig zunächst über einen alpin anmutenden Pfad in die Pulsbachklamm ein und an deren hinterem Ende geht es an der anderen Seite des Taleinschnittes schließlich nach Oberkestert hinauf. Direkt am Steig befindet sich in Oberkestert wieder eine schöne Einkehrmöglichkeit bei sehr netten Damen. An der Straße zwischen Kestert und Oberkestert muss man schließlich den Rheinsteig verlassen, um auf einem steilen Pfad nach Kestert hinab zu gelangen. Im Hotel Krone beendeten wir diese etwas anstrengende, aber auch sehr schöne Tour nach rd. 15 km. Im Hotel Krone gibt es auch einen offiziellen Rheinsteig-Stempel für das Wanderbuch. 

9. Etappe, 03.05.2009:

Kestert - Kamp-Bornhofen, ca. 10 Kilometer:
Vom Bahnhof in Kestert (Parkmöglichkeit) gingen wir zunächst (links vom steilen Rheinsteig-Pfad) die Straße in Richtung Oberkestert hinauf. An einer scharfen Rechtskurve der Straße kommt man geradeaus wieder auf den Rheinsteig, wo man über einen Hohlweg weiter aufsteigen muss. Über einige Kehren im Wald gelangt man an die Hindenburgaussicht, wo man von einem schmalen Felsvorsprung aus eine herrlichen Blick zurück auf Kestert oder rheinabwärts auf das linksrheinische Bad Salzig hat. Auch die “feindlichen Brüder”, die Burgen Liebenstein und Sterrenberg, sind von hier aus schon zu erkennen. Der Rheinsteig führt dann weiter nach Lykershausen hinein, wo an der Ecke Kirchstraße eine “Rheinsteig-Rast” zum Verweilen einlädt. Sehr empfehlenswert. Vorbei an blühenden Rapsfeldern ging es weiter auf einem traumhaften Waldpfad mit 2 Wildtoren, bevor man die Burg Liebenstein (Einkehrmöglichkeit) erreicht. Hier bietet sich eine toller Blick auf das gegenüberliegende Bad Salzig. Nur wenige 100 Meter weiter kommt man an die Burg Sterrenberg, wo wir für 3,00 € eine nicht gerade billige, aber gute Maibowle geniessen konnten. Da es nicht bei der einen Bowle blieb und inzwischen Regenwolken aufzogen, beschlossen wir, die Tour schon in Bornhofen zu beenden und nicht mehr nach Osterspai weiter zu gehen. Nach dem Abstieg über die Zufahrtsstraße von der Burg Sterrenberg ist Bornhofen talabwärts in ca. 10 Minuten zu erreichen. Der Rheinsteig geht jedoch auf der rechten Straßenseite eine steile Holztreppe hinauf, die wir uns allerdings für die nächste Tour aufgehoben haben. Lt. unserem Schrittzähler sind wir von Kestert bis Bornhofen exakt 10 km gelaufen.

rs47

10. Etappe, 11.10.2009:

Kamp-Bornhofen - Braubach, ca. 18 Kilometer (mit Abkürzung):
Unterhalb der Zufahrt zur Burg Sterrenberg befindet sich ein kleiner Wanderparkplatz, wo wir diese Tagestour begannen. Etwas unterhalb des Parkplatzes führt auf der gegenüberliegenden Straßenseite gleich eine steile Holztreppe nach oben (Foto links). Über weitere Kehren geht es insgesamt ca. 150 Höhenmeter hinauf auf die Hindenburghöhe oberhalb von Kamp-Bornhofen. Der Rheinsteig macht dann eine lange Schleife über Filsen und Osterspai (ca. 5 Mehrkilometer!). An einem kleinen Wasserwerk hat man aber die Möglichkeit, geradeaus weiter zu wandern und dann direkt den Ortsrand von Osterspai zu erreichen. Diesen Weg sind wir gegangen und haben uns den langen Umweg über Filsen erspart. Am nördlichen Ende von Osterspai kommt man dann direkt wieder auf den Rheinsteig. Mit gelegentlichen schönen Ausblicken auf Spay (linksrheinisch) und Osterspai müssen mehrere kleine Zwischentäler umrundet werden, bevor man dann ins Dinkholder Bachtal ganz hinab muss, um nach Bachüberquerung gleich wieder in vielen Serpentinen relativ mühsam anzusteigen. Oben angekommen, eröffnen sich aber schon erste Blicke auf die Marksburg und das direkt unterhalb befindliche Braubach, unser heutiges Tagesziel. Der Rheinsteig führt jedoch nicht direkt hinüber zur Marksburg, sondern auf dem aussichtsreichen und schmalen Zecherweg zunächst fast ganz hinunter bis an die Bahnlinie und dann wieder hinauf zur Marksburg. Wir entschieden uns jedoch dafür, die Marksburg auszusparen und direkt nach Braubach hinunter zu gehen. In Braubach kehrten wir nach insgesamt ca. 18 km lt. Schrittzähler zum Abschluss in die zum “Hotel zum Schwanen” gehörende und stilvoll restaurierte alte Mühle ein. Dort wurden wir auch als verschwitzte Wanderer zuvorkommend und freundlich bedient. Dafür bedanken wir uns.      

11. Etappe, 04.07.2010:

Braubach - Niederlahnstein (Wirtshaus an der Lahn), ca. 11 Kilometer:
Vom Busparkplatz in Braubach (einen Langzeit - PKW-Parkplatz haben wir leider nicht gefunden) geht es durch eine Unterführung in die Stadt hinein, wo man bald auf die Rheinsteig-Markierung trifft. An der linken Seite der Hauptstraße geht es zunächst eine Treppe und dann einen schmalen Pfad hinauf. Oben bietet sich ein schöner Rückblick auf Braubach und die Marksburg. Nach dem Absteig in ein kleines Zwischental geht es gleich wieder hinauf Richtung Kerkertser Platte. Bevor man dort ankommt, muss eine steile Passage auf blankem Schiefergestein überwunden werden, die mit Seilen gesichert ist. Bei feuchter Witterung besteht hier erhöhte Rutschgefahr. Oben angekommen, lädt eine schöne Hütte zur Rast. Nund geht es wieder bergab bis hinunter zu den Häusern von Einmuth. Im Ort folgt der Rheinsteig nach rechts einem Bachlauf durch den Ort, der in einen Waldweg mündet. Zunächst leicht, dann immer steiler ansteigend geht es hinauf zum Ernst-Wagner-Park am Kurzentrum in Oberlahnstein. Etwa 200 Meter auf der Teerstraße nach links findet sich eine Tennisanlage mit Gaststätte, wo wir durstigen Wanderer erst einmal einkehrten. Empfehlenswert! Zurück am Rheinsteig durchwandert man das Kurzentrum. Bald bietet sich mit dem “Waldhaus” eine weitere Einkehrmöglichkeit. Nun führt den Rheinsteig auf einem Serpentinenweg in das Tal der Lahn hinab, die auf einer Fußgängerbrücke überquert wird. An der rechten Lahnseite entlang erreicht man bald den Einstieg zur Ruppertsklamm. Dort wollen wir aber erst bei unserer nächsten Etappe hin. Wir gingen daher nach ca. 1,5 km weiter geradeaus an der Lahn entlang, wo man bald einen schönen Blick auf die Burg Lahneck hat. Im “Wirtshaus an der Lahn” beendeten wir diese mit rd. 11 km relativ kurze, aber bei fast 30 Grad durchaus anstrengende Tagestour.     

ruppertsklamm1

12. Etappe, 07.08.2010:

Lahnstein - Ruppertsklamm - Ehrenbreitstein, ca. 11 Kilometer (mit Abkürzung):
Von der Parkbucht an der B 160 bei Lahnstein aus geht es hinein in die wildromantische Ruppertsklamm, die sicher eines der Highlights des Rheinsteigs ist. In der Klamm selbst sind die etwas alpin anmutenden Passagen mit Seilen gesichert, so dass sie mit gutem Schuhwerk problemlos begangen werden können. Nach dem schon etwas anstrengenden Aufstieg durch die Klamm biegt der Rheinsteig an einer Rasthütte scharf nach links und verläuft fast parallel oberhalb der Klamm zurück in Richtung Lahnstein. Dann folgt erneut ein mühsamer Aufstieg auf einem Schieferkamm und gleich danach wieder ein längerer Abstieg zum Allerheiligenberg, wo es dann wieder steil hinauf auf den Lichterkopf geht. Diese unnötig anstrengende Streckenführung war für uns allerdings nicht nachzuvollziehen! Nach dem Kartenstudium entschlossen wir uns daher, den Allerheiligenberg auszulassen und nach dem Schieferkamm direkt auf einer Abkürzung zum Lichterkopf hinüber zu gehen. Dadurch werden auch ca. 2 km Wegstrecke gespart. Der früher auf dem Lichterkopf vorhandene Aussichtsturm ist inzwischen abgerissen. Ein Abstecher zum Gipfel lohnt also mangels Aussicht nicht. Nach einer langen Waldpassage und einem sehenswerten Bachtal erreicht man Pfaffendorf, wo der Rheinsteig wieder eine Stück direkt am Rhein entlang in Richtung Ehrenbreitstein führt. Ehrenbreitstein ist jedoch derzeit eine einzige Baustelle wegen der in 2011 dort stattfindenen Bundesgartenschau. Im Schloßcafé (mit sehr netter Bedienung) beendeten wir diese Tour nach rd. 11 km. 

13. Etappe, 08.08.2010:

Ehrenbreitstein - Vallendar (Umleitungsstrecke wegen BUGA), ca. 11 Kilometer:
Wegen der BUGA 2011 ist die Festung Ehrenbreitstein für Rheinsteigwanderer bis etwa April 2012 nicht zugänglich. Wir haben uns daher die im Internet zum Download angebotene Umleitungsstrecke (die auch vor Ort durchgängig markiert ist) ausgedruckt und sind dieser nach Vallendar gefolgt. Die Umleitung führt in einem weiten Bogen um Ehrenbreitstein herum, berührt ein kasernenähnliches Wohngebiet und mündet erst weit hinter Ehrenbreitstein wieder auf den urspünglichen Rheinsteigverlauf. Man sieht kaum etwas von der Festung und nichts vom Deutschen Eck! Wir fanden diese Umleitungstrecke sehr unattraktiv und raten von einer Begehung ab! Wahrscheinlich ist es besser, während der BUGA-Sperrung direkt am Rhein entlang nach Vallendar zu wandern oder ganz auf diese Etappe zu verzichten. Mit wenigen schönen Eindrücken beendeten wir diese Tour nach rd. 11 km direkt am Rhein in Vallendar.

limesturm

14. Etappe, 31.10.2010:

Vallendar - Schloss Sayn, ca. 15 Kilometer:
Vom Parkplatz am Rheinufer erreicht man stadteinwärts bald die gelbe Rheinsteig-Markierung, die direkt zum Rheinsteig (blaue Markierung) führt. Zunächst nach links und dann stetig ansteigend geht es hinauf zum Wüstenhof, einem schön gelegenen und empfehlenswerten Ausflugslokal. Bei unserem Besuch dort war draußen alles schön gruselig auf “Halloween” geschmückt. Sah super aus! Entlang des Wüstenbachs und dann nach links geht es unter der Autobahn A48 hindurch. Über etwas matschige Wege (es hatte bis morgens noch geregnet) erreicht man den Rastplatz “Rheinsteighütte”. Über den Galgenberg oberhalb von Bendorf kommt man auf ein Hochplateau, das einen schönen Blick in das etwas entfernte Rheintal bietet. Am Meisenhof, einem Ausflugslokal in Alleinlage, war am 31.10. gerade Schlachfest. Klar, dass wir bei der Gelegenheit dort unsere Portion Bauchfleisch und Würstchen mit Sauerkraut verdrückten. Empfehlenswert! Bei dem tollen Nachmittagswetter konnten wir sogar draußen sitzen. Bestens gestärkt ging es weiter zum Römerturm mit einem Stück nachgebautem Limes. Über einen längeren Serpentinenabstieg erreichten wir das Brexbachtal und entschieden uns dort den Rheinsteig zu verlassen und auf direktem Weg über die Teerstraße nach links zum Schloß Sayn zu wandern. Der Rheinsteig führt nach erneutem Anstieg und einer kleinen Schleife über die Burg Sayn ebenfalls dort hin. Den Abschluss nach rd. 15 km machten wir im Café des Schlosses Sayn. Cappuccino und Sachertorte haben uns dort sehr gemundet. 

15. Etappe, 22.04.2011:

Schloss Sayn - Rengsdorf, ca. 14 Kilometer:
Gegenüber vom Schloss Sayn befindet sich ein kostenloser Parkplatz. Hier starteten wir unsere Rheinsteig-Tour in Richtung Rengsdorf. Von der Berliner Straße aus geht es gleich links einen Serpentinenpfad zum Friedrichsberg hinauf und dann weiter bis zur Bismarckshöhe. Dort bietet sich ein weiter Ausblick ins Neuwieder Becken. Der Rhein ist viele Kilometer entfernt und seine Position nur durch den riesigen Kühlturm des stillgelegten AKWs Mülheim-Kärlich zu vermuten. Wenige Kilometer weiter führt der Rheinsteig direkt am Eingang des Neuwieder Zoos vorbei. Auf schönen Waldpfad geht es dann oberhalb von Gladbach weiter zum “Hotel/Restaurant am Pilz”, wo sich eine Einkehrmöglichkeit bietet (freundliche Bedienung, empfehlenswert). Nun führt der Weg hinab ins Aubachtal mit großzügigen Reitanlagen, nachgebauten Teilen des Limes sowie einem schönen Biergarten am Ende des Tals. Neben einem kühlen Bier (Selbstbedienung am Imbiss) genossen wir dort auch die herrliche rosarote Blüte der Japankirschen. Nun geht es über ca. 4 km über einen schönen Waldpfad zwar nicht sehr steil aber doch stetig bergauf nach Rengsdorf, wo der Rheinsteig seine weiteste Entfernung vom Rhein erreicht. Da der Rheinsteig fast den gesamten Ort umkreist, verließen wir den Weg am Hinweisschild zum “Hotel/Restaurant/Café Waldterrasse” (ebenfalls sehr empfehlenswert) und beendeten dort nach rd. 14 km unsere 15. Rheinsteig-Etappe.

figur

16. Etappe, 15.05.2011:

Rengsdorf - Rodenbach, ca. 10 Kilometer:
Vom (kostenlosen) Parkplatz gegenüber dem Rathaus von Rengsdorf gingen wir ein Stück die B 256 hoch und kamen dann auf den Rheinsteig, der nach links zum Römergraben abzweigt. Vorbei an einer Tennisanlage und über eine “Soda”-Brücke (steht einfach nur so da..., wird aber sicher später in die noch unfertige B 256 - Umgehung integriert) gelangten wir über schöne Waldwege hinüber ins Wiedtal zur Laubachsmühle (Einkehrmöglichkeit). Am 15.05.2011 war im Wiedtal autofreier Sonntag mit Livemusik und Bierständen überall. Das hat gepasst! Oberhalb der Straße durchs Wiedtal (der Rheinsteig verlief hier vorübergehend als Umleitung auf dem Wiedweg) geht es dann weiter nach Altwied. Nach Überquerung der Straße geht es im Zickzack wieder gut 150 Höhenmeter hinauf auf ein aussichtsreiches Plateau. Markantester Punkt ist auch hier der Kühlturm des Alt-AKWs Mülheim-Kärlich. Auf einem Gelände des örtlichen Verschönerungsvereins sind direkt am Rheinsteig aus Holz geschnitzte Wanderer zu sehen (siehe Bild links). Danach geht es wieder hinab bis fast an einen Waldparkplatz oberhalb von Rodenbach. Wegen Knieproblemen bei einem Teilnehmer mussten wir die eigentlich bis Leutesdorf geplante Tagestour schon hier nach ca. 10 km abbrechen und an der Gaststätte “Schneider-Alm” vorbei nach Rodenbach hinuntergehen. Da in Rodenbach allerdings alle Kneipen geschlossen waren, gingen wir noch weitere 2 km weiter bis nach Niederbieber. Hier wurden wir an der Hauptstraße bei der Speisegaststätte “Zur Wied” (sehr empfehlenswert und günstig) fündig und ließen uns dort ein Taxi zur Rückfahrt nach Rengsdorf bestellen.    

17. Etappe, 02.06.2011:

Rodenbach - Leutesdorf, ca. 11 Kilometer:
Vom Waldparkplatz oberhalb von Rodenbach aus erreicht man in wenigen Schritten den Rheinsteig, der dann links bis auf die 200-Höhenmeter-Marke ansteigt. Dann geht es hinab nach Neuwied-Feldkirchen, wo sich an der ersten Straßenkreuzung im Ort eine überraschende Rastmöglichkeit bei Ella und Peter ergibt und wo Wanderer stets willkommen sind. Für die gekühlten Getränke aus den beiden bereitstehenden Kühlschränken wird lediglich eine Spende für die Jugendkasse des SV Feldkirchen erwartet. Außerdem liegt dort ein Gästebuch aus, in dem sich schon viele Gleichgesinnte verewigt haben. Tolle Idee und Überraschung gelungen! Nach dieser Rast ist die Rheinsteig-Markierung in Feldkirchen allerdings lückenhaft, so dass wir und auch andere Wanderer uns erst neu orientieren mussten. Hier müssen die Wegewarte unbedingt nachmarkieren! Nachdem der Rheinsteig dann wiedergefunden war, ging weiter bis oberhalb des Rheins mit schönem Blick auf Andernach auf der gegenüberliegenden Rheinseite. Wegen der drückenden Schwüle am Nachmittag beendeten wir diese Tour nach rd. 11 km im Zentrum von Leutesdorf an der Rheinpromenade.    

hammerstein

18. Etappe, 03.06.2011:

Leutesdorf - Rheinbrohl, ca. 15 Kilometer:
Wir starteten diese Tour am (kostenlosen) Parkplatz an der Rheinpromenade in Leutesdorf, direkt gegenüber vom Kurtrierschen Hof. Den im Ort ausgeschilderten Zuweg zum Rheinsteig haben wir wegen des steilen Anstiegs zur (sicher sehenswerten) Edmund-Hütte nicht benutzt, sondern haben uns gleich auf dem Radweg in Richtung Hammerstein orientiert (siehe Foto links). Vor dem Felsmassiv mit der Ruine Hammerstein trafen wir dann auf den Rheinsteig, der dann gleich etwa 150 Höhenmeter ansteigt, aber nicht direkt zur  Ruine hinführt. Stattdessen geht es auf aussichtsreichem Weg in den Ort Hammerstein hinunter. Der im Ort ausgeschilderte kleine Umweg zum direkt an der B 42 gelegenen Weingut Zwick mit schöner Gartenterrasse lohnt sich. Auf der Dorfstraße von Hammerstein geht es dann, zuletzt in vielen Serpentinen und sehr schweißtreibend auf rd. 250 Höhenmeter hinauf. Über mehrere Weiden (für den Elektrozaun gibt es extra ein Brückchen!) verläuft der Weg zum Annahof (Einkehrmöglichkeit) und dann zu einem tollen Aussichtspunkt mit herrlichem Blick zuück nach Hammerstein und in die anderer Richtung nach Rheinbrohl und dahinter Bad Hönningen. Nach dem Abstieg nach Rheinbrohl beendeten wir dort nach rd. 15 km unsere 18. Tagesetappe.  

19. Etappe, 04.06.2011:

Rheinbrohl-Arienheller - Bad Hönningen - Leubsdorf, ca. 10 Kilometer:
In Rheinbrohl-Arienheller befindet sich am Gasthaus “Alte Mühle” ein öffentlicher und kostenloser Parkplatz direkt am Rheinsteig. Von dort ging es auf die nächste Tagesetappe in Richtung Leubsdorf. Nach ca. 1 km kreuzt der von Herborn nach Bad Hönningen verlaufende Westerwaldsteig den Rheinsteig. Bad Hönningen wird am äußersten Ortsrand passiert, bevor auf rd. 125 Höhenmeter aufgestiegen werden muss. Ein sehr schöner Waldpfad führt dann zunächst um eine Sandgrube herum und dann oberhalb der Bahn und der B 42 wieder nach Ariendorf hinab. Der im Ort ausgeschilderte 50 m - Abstecher zur Gaststätte “Zum kühlen Grund” lohnt sich, auch wenn die fast pausenlos fahrenden Güterzüge in nur 10 Meter Entfernung dort schon etwas nerven.  Von Ariendorf geht es dann wieder auf ein Hochplateau mit schöner Aussicht hinauf. Wegen der erneuten drückenden Schwüle beendeten wir diese Etappe nach rd. 10 km im Zentrum von Leubsdorf.

rs90title

20. Etappe, 06.11.2011:

Leubsdorf - Unkel, ca. 16 Kilometer:
Wir starteten diese Tour am (kostenlosen) Parkplatz in Leubsdorf, gleich rechts nach der Bahnunterführung. Die Hauptstraße hinauf, sich links haltend, trifft man zunächst auf das gelbe “R” und dann auf den Rheinsteig. Zunächst auf schmalen Pfad am Rhein entlang geht es durch den Ort Dattenberg und dann in ein Bachtal hinab. Dann folgt der Anstieg auf den Kaiserberg mit schönem Aussichtspunkt und der Abstieg nach Linz mit schönem Marktplatz (Einkehrmöglichkeiten). Nun geht es zur Burg Ockenfels hinauf, einem ebenfalls schönen Aussichtspunkt. In Kasbach folgt ein steiler Treppenaufstieg der zuletzt in einer Schleife zum Erpeler Ley mit Ausflugsgaststätte (nette Bedienung, empfehlenswert) führt. Durch ein längeres Waldstück erreicht man den Ort Orsberg. Um Unkel zu erreichen haben wir hier den Rheinsteig verlassen und sind rechts an der Bahnlinie entlang, direkt nach Unkel hineinmarschiert. Am Marktplatz fanden wir (sonntags um 15.00 Uhr) die einzige Einkehrmöglichkeit dort. Wegen der optimalen Witterung konnten wir sogar im November noch draußen sitzen.  

21. Etappe, 16.05.2012:

Unkel - Bad Honnef, ca. 15 Kilometer:
Zwischen Bruchhausen und Unkel befindet sich an der L 252 ein kleiner kostenloser Parkplatz, von dem aus man nach wenigen Metern den Rheinsteig erreicht. Von hier aus gingen wir bei aufkommendem Regen auf die Tour nach Bad Honnef. Der Weg steigt wie immer zunächst an, bevor man ein Hochplateau mit einem Aussiedlerhof und einer schönen Allee erreicht. Vorbei am Campingplatz Bruchhäuser Heide geht es wieder hinab in Breitbachtal und von dort stetig bergauf zum “Auge Gottes”, einem Bildstock mit Rastplatz. Zeit für ein ausgiebiges Frühstück aus dem Rucksack. Von dort aus geht es dann nur noch bergab durch das Mucherwiesental nach Bad Honnef hinein. In einer Kölsch-Gaststätte beendeten wir diese ziemlich anstrengende Tour nach rd. 15 Kilometern.

Löwenburg

22. Etappe, 17.05.2012 (Himmelfahrtstag):

Bad Honnef - Königswinter, ca. 13 Kilometer:
Zwischen Bad Honnef und Aegidienberg überquert der Rheinsteig die Landstraße. Knapp oberhalb davon befindet sich ein kleiner Parkplatz, von wo aus wir am Himmelfahrtstag bei Kaiserwetter unsere nächste Etappe begannen.Vom Ohbachtal aus geht es ständig ansteigend hinauf in das Siebengebirge zum Löwensteiner Hof. Hier war am Himmelfahrtstag auch vormittags schon reger Betrieb. Auch wir nutzten das schöne Wetter, um in diesem schön gelegenen Ausflugslokal einige Bierchen zu zischen. Von dort marschierten wir weiter zum Drachenfels hinüber. Das dortige Restaurant befand sich allerdings im Umbau und war eine einzige Baustelle. Nach einigen Fotos von der tollen Aussicht hier oben fuhren wir mit der Drachenfelsbahn hinab nach Königswinter. Für den Himmelfahrtstag reichten uns die erwanderten 13 Kilometer. ;-))     

23. Etappe, 18.05.2012:

Königswinter - Oberkassel, ca. 20 Kilometer:
Mit der Drachenfelsbahn fuhren wir von Königswinter hinauf zum sehenswerten Schloß Drachenburg (nicht bis ganz oben). Nach links zweigt dort der Rheinsteig ab, um am “Milchhäuschen” (Einkehrmöglichkeit) vorbei in einem weiten Bogen und mit viel auf und ab zum Petersberg hinüber zu führen. An den vielen Überwachungskameras merkt man, dass man sich dem Steigenberger Grandhotel Petersberg nähert, wo u. a. Michael Schumacher seine Hochzeit gefeiert hat. Trotzdem lohnt ein kleiner Abstecher auf die Außenterrasse des Hotels, da man dort einen herrlichen Ausblick auf den Rhein hat. Außerdem wurden wir dort auch als verschwitzte Wanderer sehr freundlich bedient. Da sich das Wetter zunehmend verschlechterte und Regen einsetzte, verließen wir den Rheinsteig kurz hinter dem Petersberg und stiegen nach Oberkassel hinab. Mitten in Oberkassel zeigte unser Kilometerzähler dann doch stolze 20 Km Tagesleistung.   

Bonn-Beuel

24. und letzte Etappe, 19.05.2012:

Oberkassel - Bonn (Beuel), ca. 13 Kilometer:
Unsere letzte Rheinsteig-Etappe begannen wir im Zentrum von Oberkassel, wo es noch einmal hinauf geht in ein größeres Waldstück. Über den Kuckstein und vorbei am Foveaux-Häuschen geht es schließlich hinab durch Ramersdorf und quer durch das weitläufige Telekom-Gelände an die Rheinpromenade. Noch gut 6 Kilometer geht es dann am Rheinufer entlang in Richtung Bonn-Beuel und dann über die Kennedy-Brücke in den linksrheinischen Teil von Bonn, wo der Rheinsteig am Marktplatz endet. Alternativ kann man in Bonn-Beuel auch mit der Personenfähre für nur 1,00 € hinüberfahren. Dies hatten wir schon an einem Vorabend gemacht, so dass wir unsere Rheinsteig-Tour schon in Bonn-Beuel, nach weiteren 13 km bei einigen Bierchen beenden konnten. Damit ist nun auch der Rheinsteig komplett erwandert und wir werden ab 2013 nun den Westerwaldsteig unter die Füße nehmen und natürlich auch darüber wie gewohnt berichten. Bis denne!      

Unser Fazit zum Rheinsteig:

Der Rheinsteig ist zu recht ein Premium-Wanderweg der Extraklasse! Er hat uns sehr viele schöne Eindrücke beschert, ist hervorragend markiert und auch die Infrastruktur (Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten, Rastplätze, Bänke, Schutzhütten) ist fast durchgängig vorhanden. Allerdings sind die mehr als 10.000 Höhenmeter von Wiesbaden-Biebrich bis nach Bonn auch sehr anstrengend und nichts für Spaziergänger! Teilweise ist die Streckenführung allerdings nicht optimal. weil man oft unnötig mühsam Berge erklimmen muss, von denen aus man keinerlei Ausblicke hat! Aber das ist nur ein kleiner Wermutstropfen, der wohl der Bezeichnung “Steig” geschuldet ist!  Wir können jedem passionierten und geübtem Wanderer diesen Weg nur wärmstens empfehlen. Der Erlebnis-Wert des Rheinsteigs ist sehr hoch! Teilweise

Und hier kommt noch unsere eigene Fotoserie vom Rheinsteig:

Start am Biebricher Schloss

Start am Biebricher Schloss

Beginn des Rheinsteigs

Beginn des Rheinsteigs

Brücke zum Schiersteiner Hafen

Brücke zum Schiersteiner Hafen

Erste Weinberge

Erste Weinberge

Langer Anstieg

Langer Anstieg

Letzte Rast

Letzte Rast

Schlangenbad

Schlangenbad

Kurhaus Schlangenbad

Kurhaus Schlangenbad

Rast kurz vor der "Rausch"

Rast kurz vor der "Rausch"

Original Andechser Klosterbier

Original Andechser Klosterbier

Blick über Weinberge

Blick über Weinberge

Ruine Scharfenstein

Ruine Scharfenstein

Kiedrich

Kiedrich

Kloster Eberbach

Kloster Eberbach

Kloster Marienthal

Kloster Marienthal

Abtei St. Hildegard

Abtei St. Hildegard

Jakobsmuschel

Jakobsmuschel

Niederwalddenkmal

Niederwalddenkmal

Vor der Germania

Vor der Germania

Abstieg nach Rüdesheim

Abstieg nach Rüdesheim

Auffahrt mit der Seilbahn

Auffahrt mit der Seilbahn

Blick vom Rössel

Blick vom Rössel

Die Zauberhöhle

Die Zauberhöhle

Aufstieg von Assmannshausen

Aufstieg von Assmannshausen

Vom Pavillon erster Blick

Vom Pavillon erster Blick

Alpine Passage

Alpine Passage

Letzte Rast vor Lorch

Letzte Rast vor Lorch

Hohlweg bei Lorch

Hohlweg bei Lorch

Toller Rastplatz am Rhein

Toller Rastplatz am Rhein

Blick aub Kaub

Blick aub Kaub

Burg Gutenfels

Burg Gutenfels

Aufstieg in Kaub

Aufstieg in Kaub

Genusswandern pur!

Genusswandern pur!

Am Drahtseil

Am Drahtseil

Blick auf Oberwesel

Blick auf Oberwesel

Rückblick auf die Rheinschleife

Rückblick auf die Rheinschleife

Blick vom Loreley-Biergarten

Blick vom Loreley-Biergarten

Loreley-Treppenweg

Loreley-Treppenweg

Schöner kann eine Bank nicht stehen!

Schöner kann eine Bank nicht stehen!

Abstieg zur Burg Maus

Abstieg zur Burg Maus

Burg Maus

Burg Maus

Pulsbachklamm

Pulsbachklamm

Blick von der Hindenburghöhe

Blick von der Hindenburghöhe

Traumpfad zu den feindlichen Brüdern

Traumpfad zu den feindlichen Brüdern

Blick von Burg Liebenstein

Blick von Burg Liebenstein

Burg Sterrenberg

Burg Sterrenberg

Blick auf Spay und Osterspai

Blick auf Spay und Osterspai

Die Marksburg vom Zecherweg aus gesehen

Die Marksburg vom Zecherweg aus gesehen

Rückblick auf Braubach und die Marksburg

Rückblick auf Braubach und die Marksburg

Steilanstieg am Seil

Steilanstieg am Seil

Die Brücke über die Lahn

Die Brücke über die Lahn

Wirtshaus an der Lahn

Wirtshaus an der Lahn

Eingang Ruppertsklamm

Eingang Ruppertsklamm

Seilpassage Klamm

Seilpassage Klamm

Ruppertsklamm

Ruppertsklamm

Rückblick auf Lahnstein

Rückblick auf Lahnstein

Steilanstieg über Schieferrücken

Steilanstieg über Schieferrücken

Ehrenbreitstein

Ehrenbreitstein

Vallendar

Vallendar

Halloween am Wüstenhof

Halloween am Wüstenhof

Rheinsteighütte

Rheinsteighütte

Blick ins Rheintal

Blick ins Rheintal

Limesturm

Limesturm

Serpentinenabstieg ins Brexbachtal

Serpentinenabstieg ins Brexbachtal

Schloss Sayn

Schloss Sayn

Aufstieg hinter Sayn

Aufstieg hinter Sayn

Zoo Neuwied

Zoo Neuwied

Der Rhein ist weit weg...

Der Rhein ist weit weg...

Biergarten im Aubachtal

Biergarten im Aubachtal

Bei Rengsdorf

Bei Rengsdorf

Römergraben Rengsdorf

Römergraben Rengsdorf

Annablick

Annablick

Laubachsmühle im Wiedtal

Laubachsmühle im Wiedtal

Aufstieg von Rodenbach

Aufstieg von Rodenbach

Bei Ella und Peter

Bei Ella und Peter

Blick auf Andernach

Blick auf Andernach

Abstieg nach Leutesdorf

Abstieg nach Leutesdorf

Brücke über Elektrozaun!

Brücke über Elektrozaun!

Blick auf Rheinbrohl

Blick auf Rheinbrohl

Abstieg auf schönem Pfad

Abstieg auf schönem Pfad

Westerwaldsteig kreuzt Rheinsteig

Westerwaldsteig kreuzt Rheinsteig

Aufstieg hinter Bad Hönningen

Aufstieg hinter Bad Hönningen

Schloss Arenfels

Schloss Arenfels

Leubsdorf

Leubsdorf

Am Kaiserberg

Am Kaiserberg

Marktplatz Linz

Marktplatz Linz

Viadukt bei Kasbach

Viadukt bei Kasbach

Erpeler Ley

Erpeler Ley

Marktplatz Unkel

Marktplatz Unkel

Bei Bruchhausen

Bei Bruchhausen

Löwenburger Hof

Löwenburger Hof

Blick vom Drachenfels

Blick vom Drachenfels

Drachenfelsbahn

Drachenfelsbahn

Schloß Drachenburg

Schloß Drachenburg

Das "Milchhäuschen"

Das "Milchhäuschen"

Petersberg Hotel-Terrasse

Petersberg Hotel-Terrasse

Foveaux-Häuschen

Foveaux-Häuschen

Rheinpromenade Bonn-Beuel

Rheinpromenade Bonn-Beuel

Kennedy-Brücke

Kennedy-Brücke

Das war der Rheinsteig!  We got it!

[Startseite] [Über uns] [Aktueller Vorstand] [Wandertermine] [Unsere Wandertouren] [Brauereienweg Aufseß] [Fernwanderweg E1] [Fernwanderweg E9] [Harzer Hexenstieg] [Lahnhöhenweg] [Lieserpfad/Eifel] [Rheinsteig] [Rothaarsteig] [Urwaldsteig] [Weiltalweg] [Eibenhardtpfad] [EVG-Volkswandertage] [Ebsd.-Rundwanderweg] [Hall of Fame] [Wander-Webcams] [Downloads] [Gästebuch] [Shirts & mehr...] [Weitere Links] [Mitglied werden] [Impressum]